Der Pomodoro Chain Tracker
- 14. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Mai
Bei meiner Arbeit gab es in den letzten Monaten hin und wieder ein Problem:
Ich saß an einer Aufgabe, für die ein größerer Zeitblock vorgesehen war, etwas müde und unkonzentriert und bekam es einfach nicht hin diese effektiv zu erledigen. Viele andersartige Dinge gingen mir durch den Kopf und ich hatte Schwierigkeiten etwas zu fokussieren, woran ich arbeiten wollte.
Aufgrund der niedrigeren Effektivität in der Vergangenheit, z.B. den letzten 2 Stunden, entstand -mir zunächst unbewusst- eine Art „Spieler-Syndrom“, und so sagte ich zu mir:
„In der nächsten halben Stunde reißt du es bestimmt heraus, jetzt mal zurück zur Sache. Es müsste doch gelingen!“
Leider gab auffällig viele Fälle, in denen die Sache einfach immer zeitintensiver aber nicht unbedingt produktiver wurde. Manchmal war dann die späte Einsicht erst das Ende des Arbeitstages.
Man war also etwas zu „eng“ hinter der Stirn, auf etwas bestimmtes fokussiert, in diesem Zustand nicht gelingen konnte und drehte sich im Kreis. Ich hätte vorher vielleicht einlenken und zu einer Tätigkeit wechseln sollen, die mir an diesem Tag vielleicht besser gelungen wäre. Dann hätte ich auch mehr geschafft. Leider habe ich das aber öfter nicht hinbekommen.
Ich steckte im sog. „Kostenfalle Bias“
Basierend auf der Zeitmanagement-Technik von Francesco Cirillo habe ich ein kleines Tool zur Selbstkontrolle während der Arbeit entwickelt.
Die Pomodoro-Methode funktioniert nach dem folgenden Grundprinzip:
Du arbeitest in festen Fokusblöcken:
25 Minuten konzentriert arbeiten
nur eine Aufgabe, keine Ablenkungen
5 Minuten Pause
aufstehen, lüften, trinken, atmen, bewegen, kurz abschalten
Das nennt man einen Pomodoro.
Nach 3 oder 4 Pomodoros machst du eine längere Pause:
15–30 Minuten Erholung
Während eines Pomodoros arbeitest Du nur an einer Aufgabe mit möglichst wenig Unterbrechung. Wenn etwas anderes auftaucht, notiere es kurz und bearbeite es später.
Nicht jeder arbeitet optimal 25 Minuten. Es gibt z.B. die Varianten:
25 / 5 klassisch
50 / 10 Deep Work
90 / 20 ultratiefes Arbeiten
15 / 3 bei Konzentrationsproblemen
Ein Timer zur Kontrolle der Zeit ist bei Windows mit dabei und auch beim Mac gibt es eine Möglichkeit mit Bordmitteln, oder Ihr benutzt den Smartphone-Timer.
Mein Tool nennt sich Pomodoro Chain Tracker.

Es funktioniert mit einer Selbsteinschätzung von 3 bzw. 4 aufeinanderfolgenden Pomodoros die zu einer Aufgabe gehören. Jedes dieser Pomodoros bekommt nach Ablauf eine Selbsteinschätzung von 1 – 10 Punkte nach Effektivität der Arbeit.
Für 3 oder 4 dieser Einträge wird ein Durchschnitt, eine Tendenz und eine Handlungsempfehlung am Ende gegeben, ob mit der Aufgabe weitergemacht werden sollte.
Die Zeit, die für eine ineffektive Tätigkeit investiert wird, ist bei konsequenter Selbsteinschätzung, also begrenzt, auf 1,5 bis 2 Stunden. Man wechselt dann vielleicht besser die Tätigkeit und macht etwas das man heute besser kann.
Ist der Durchschnitt aber gut, kann mit der Arbeit in der nächsten Pomodoro Sequenz von 3-4 weitergemacht werden.
Der Minimale Durchschnitt, der erreicht werden soll, kann frei definiert und eingetragen werden. Ich bekomme es gut damit hin, dass ein Mittelwert von 4 nicht unterschritten werden sollte, wenn es etwas ist, erledigt werden soll.
Den Pomodoro Chain Tracker gibt es hier zum Download:



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